Futterumstellung auf Barf
Ernährung

Futterumstellung auf Barf

Einen Hund auf Barf umzustellen ist im Normalfall kein Problem. Jedoch sollte dies so angenehm wie möglich geschehen, denn eine Futterumstellung ist nicht einfach für den Organismus. Bei der Art und Weise, wie die Umstellung ablaufen soll, scheiden sich leider die Geister. Auf der einen Seite heißt es, dass ein gesunder Hund von jetzt auf gleich umgestellt werden sollte. Dies kann funktionieren, jedoch hat dies häufig Verdauungsprobleme zur Folge. Zudem wird oft empfohlen, das neue Futter einschleichen und das alte Futter ausschleichen zu lassen. Hierbei werden die Futtersorten anteilmäßig gemischt.  Für andere Futterumstellungen ist diese Methode auch bestens geeignet, jedoch ist es beim Barf nicht empfehlenswert, da die Zusammensetzung einfach zu unterschiedlich ist. Hier können ebenfalls Verdauungsprobleme die Folge sein.

Doch wie gehe ich vor?

1.Schritt
Sinnvoll ist es den Hund vor der Futterumstellung mindestens einen halben Tag, eher einen Tag fasten zu lassen. Hierbei wird erstens der Verdauungstrakt geleert und zweitens wird der Hund das neue Futter besser annehmen, denn wir man so schön sagt, der Hunger treibt es rein.2

2.Schritt
Am ersten Tag wird nur Muskelfleisch und Gemüse(püriert) gefüttert. Das heißt, alle weiteren tierischen Komponenten wie Innereien, Knochen und Pansen werden durch das Muskelfleisch ersetzt und alle vegetarischen Komponenten wie das Obst werden durch das Gemüse ersetzt. 

Beispiel eines 25kg Hundes: 

Tierischer Anteil – Normale Aufteilung: 200g Muskelfleisch, 80g Pansen, 60g Innereien, 60g Knochen 
Das heißt am ersten Tag werden 400g Muskelfleisch gefüttert.

Vegetarischer Anteil – Normale Aufteilung: 75g Gemüse, 25g Obst
Das heißt am ersten Tag werden 100g Gemüse gefüttert.

3.Schritt
Sollte der Hund diese Mahlzeit gut vertragen haben, das heißt weder Durchfall noch andere Auffälligkeiten, kann am nächsten Tag eine weitere Tierische Komponente hinzugefügt werden – der Pansen. Dieser wird dann mit der Hälfte des Muskelfleisches getauscht.  Das heißt in unserem Beispiel 200g Muskelfleisch und 200g Pansen. Sollte er diese Mahlzeit jedoch nicht vertragen haben, sollte das Fleisch gebraten werden. Dies kann dann von Mal zu Mal immer etwas weniger gebraten werden. Zudem ist es zu empfehlen die Möhren zu kochen bis sie weich sind. So wird das Futter in der Regel besser vertragen.

4.Schritt
Am nächsten Tag können dann auch die Innereien hinzugegeben werden. Hier solltet Ihr euch erstmal auf Leber beschränken. Nun füttert Ihr die vorgegebene Grammzahl der jeweiligen Komponenten aus eurem Futterplan. Zudem kann nun auch eine Obstsorte und die Knochen hinzugefügt werden. Hier richtet Ihr euch auch wieder nach eurem Futterplan. In unserem Beispiel wären das beim tierischen Anteil 200g Muskelfleisch, 80g Pansen, 60g Innereien und 60g Knochen und im vegetarischem Anteil 75g Gemüse und 25g Obst.
Bei den Knochen sollte jedoch darauf geachtet werden, dass diese weich und in kleinen Stücken sind. Diese Konstellation solltet Ihr ein paar Tage beibehalten. 

5.Schritt
Jedoch ist nun ist es wichtig den Stuhlgang zu prüfen, denn es gibt Hunde, welche die Knochengabe leider nicht vertragen. Sollte dies der Fall sein und euer Hund bekommt Knochenkot, solltet Ihr die Knochen durch Knochenmehl ersetzen und es nach der kompletten Umstellung noch einmal versuchen.

6.Schritt
Nach ein paar Tagen ist die Futterumstellung abgeschlosse, nun könnt Ihr verschiedene Fleischsorten sowie neue Obst-und Gemüsesorten einbringen. Dies solltet Ihr jedoch langsam angehen und nicht alles auf einmal verändern. Zudem sollten nun auch die notwendigen Zusätze wie Öle, Eier usw. hinzugegeben werden. 

Wichtig! 
Welpen sollten nicht so lange fasten, hier reicht es vollkommen nur eine Mahlzeit auszulassen. 

Bei Alten und Kranken Hunden sollte vorher Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden, ob diese Methode für den Hund angemessen ist.

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Quellen: Das Barf-Buch*; www.barf-blog.de; www.barf-check.de

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