Einen Barf Futterplan erstellen
Ernährung

Einen Barf Futterplan erstellen

Einen Barf Futterplan zu erstellen ist gar nicht so schwer wie Ihr jetzt bestimmt denkt, vorausgesetzt euer Vierbeiner ist gesund und hat keine Futterallergien. Bei Allergien oder gesundheitlichen Problemen, ist es immer sinnvoll einen Ernährungsberater hinzuzuziehen. Zudem gelten bei Welpen und Senioren etwas andere Regeln, hierzu aber mehr in einem anderen Beitrag. 

Im folgendem werde ich euch erklären wie Ihr die einzelnen Komponenten eures Futterplans ausrechnen könnt, dies ist auch immer empfehlenswert, da die Angaben etwas genauer sind. Jedoch könnt Ihr auch einen Barf-Rechner verwenden, dieser rechnet euch dann die entsprechenden Komponenten automatisch aus. 


1.Ermitteln der Futtermenge

Um die Futtermenge zu ermitteln benötigt Ihr prinzipiell nur das Idealgewicht eures Hundes. D.h. sollte euer Hund Übergewicht haben, nehmt Ihr das Gewicht, welches für Ihn das Normalgewicht wäre. Sollte euer Hund jedoch schon ein optimales Gewicht haben, könnt Ihr diesen Wert problemlos verwenden. 

Bei einem kleinen Hund beträgt die Futtermenge 4% des Körpergewichtes, bei einem mittleren Hund 3% und bei einem großen Hund 2%. 

Beispiel: Der Hund wiegt 25kg.
Rechnung: 25kg x 2% = 0,5kg  
D.h.  die Futtermenge beträgt 500g

Jedoch muss die Aktivität des Hundes mit einbezogen werden. 
Bei einer geringen Aktivität unter 3 Stunden, beträgt der Faktor 1 über 3 Stunden jedoch unter 5 Stunden, beträgt der Faktor 1,5 und über 5 Stunden beträgt der Faktor 2. Nun müsst Ihr die Futtermenge nur noch mit dem Faktor Multiplizieren.

Beispiel: Der Hund wiegt 25kg und ist ca. 4 Stunden am Tag aktiv.
Rechnung: 500g x 1,5= 750g

Sollte euer Hund jedoch kastriert sein, müsst Ihr in die Formel zusätzlich den Faktor 0,8 hinzufügen.

Beispiel: Der Hund wiegt 25kg und ist ca. 4 Stunden am Tag aktiv und ist kastriert.
 Rechnung: 500g x 1,5 x 0,8 = 600g

Nun habt Ihr die tägliche Futtermenge für euren Hund berechnet, denkt bitte daran, dass es sich hier nur um Richtwerte handelt da jeder Hund anders ist. Sollte euer Hund zu- oder abnehmen, müsst Ihr den Prozentsatz etwas senken oder anheben.


2. Berechnen der Futterkomponenten

Nun berechnen wir die Futterkomponenten. Die Barfration wird in zwei Kategorien unterteilt. Die tierische und die pflanzliche. Hierbei beträgt die tierische Komponente 80% und die pflanzliche 20%. 

Beispiel: Der Hund wiegt 25kg und ist ca. 4 Stunden aktiv – unkastriert.
Die Futtermenge beträgt wie oben errechnet 750g.

Rechnung:  750g x 80% = 600g – Tierischer Anteil
750g x 20% = 150g – Pflanzlicher Anteil

Nun wird der Tierische Anteil in folgende Komponenten unterteilt:
50% Muskelfleisch; 20% Blättermagen/Pansen; 15% Innereien und 15% Knochen

Rechnung: 600g x 50% = 300g – Muskelfleisch 
                     600g x 20% = 120g – Blättermagen/Pansen
  600g x 15% =   90g – Innereien
600g x 15% =   90g – Knochen 

Und die Pflanzliche Komponente wird in 25% Obst und 75% Gemüse unterteilt.

Rechnung: 150g x 25% = 37,5g – Obst
150g x 75% = 112,5g – Gemüse


3. Die Zusätze

Welche Zusätze euer Hund spezielle benötigt ist immer sehr individuell. Jedoch gibt es Zusätze die Notwendig sind, hierzu zählen Öle, Seealgen und Salz.

Öle werden benötigt, um den Mangel der Fettsäuren im Fleisch auszugleichen. Hierzu wird ein Omega 3-6-9-Öl empfohlen da bei ungesättigten Fettsäuren der Bedarf an Vitamin E beim Hund steigt und dem Mangel hier direkt entgegengewirkt wird.

Dosierung: 1ml Öl pro 100g Futtermenge

Seealgen* benötigt der Hund um mit Jod versorgt zu werde. Hier ist es wichtig auf eine richtige Dosierung zu achten.
Dosierung: Informationen auf der Packung befolgen.

Salz benötigt der Hund um Natrium-Chlorid aufzunehmen. 

Dosierung: 1-2 Prisen pro Woche

Alle weiteren Zusätze sind optional und individuell auf den Hund anzupassen. Hierzu werde ich aber noch einen separaten Blogeintrag schreiben.


4. Das Portionieren

Beim Portionieren gibt es viele Möglichkeiten und hier solltet Ihr lediglich darauf achten, dass die Knochen und die Innereien nicht nur 1x pro Woche gefüttert, sondern auch mehrere Portionen aufgeteilt werden, da es sonst zu Verdauungsproblemen kommen kann. Ob Ihr nun täglich alle Komponenten entsprechend der oben ausgerechneten Menge füttert oder die Komponenten in einen Wochenplan aufteilt, ist euch überlassen. Jedoch solltet Ihr die tägliche Futtermenge und die Menge der Komponenten pro Woche einhalten.

Quellen: Das Barf-Buch*; www.coach-dich-wuff.de

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